Die deutsche Cellistin Jana Lucie Bojanowski (*2010) zählt zu den vielversprechendsten Talenten ihrer Generation. Ihre musikalische Ausbildung begann im Alter von vier Jahren am Badischen Konservatorium Karlsruhe bei Andreas Köhler. Seit Dezember 2019 erhält sie Unterricht bei Prof. Ivan Monighetti in Basel. Ab April 2026 studiert sie außerdem im PreCollege der Hochschule für Musik Karlsruhe in der Klasse von Prof. Tatjana Vassiljeva, wo sie zum Wintersemester 2026/ 27 mit ihrem Bachelor-Studium beginnt.
Neben ihrer musikalischen Entwicklung zeichnet sich auch ihr schulischer Weg durch eine außergewöhnliche Zielstrebigkeit aus: Jana Bojanowski besuchte den musikgymnasialen Zug des Helmholtz-Gymnasiums Karlsruhe und absolvierte dort im Alter von nur 15 Jahren erfolgreich ihr Abitur.
Ihr künstlerischer Weg ist von zahlreichen Wettbewerbserfolgen geprägt. Von 2016 bis 2025 erspielte sie sich beim Wettbewerb Jugend musiziert erste Preise auf Regional-, Landes- und Bundesebene – zuletzt im Juni 2025 in den Kategorien Violoncello solo sowie Klaviertrio. Auch international gewann Jana erste Preise z.B. 2024 beim Barcelona International Young Artist Competition (BIYAC), 2023 beim String Competition Online, beim International Artists Competition und beim Royal Maas Competition.
Im Februar 2026 erspielte sie sich beim 33. Wettbewerb der Deutschen Stiftung Musikleben ein Instrument aus dem Deutschen Musikinstrumentenfond.
Wichtige künstlerische Impulse erhielt Jana auf Meisterkursen bei renommierten Persönlichkeiten und Professoren der internationalen Cello-Welt: Bereits im Juli 2019 wurde sie als jüngste Teilnehmerin in den Meisterkurs von Prof. Wolfgang Boettcher im Rahmen der Carl Flesch Akademie in Baden-Baden aufgenommen. Weitere wertvolle Impulse erhielt sie u.a. von Prof. Wen-Sinn Yang, Prof. David Geringas, Prof. Tatjana Vassiljeva sowie Prof. Jens-Peter Maintz. Beim renommierten Festival Ravel in Saint-Jean-de-Luz wurde sie im August 2025 von Sol Gabetta und Prof. Ivan Monighetti unterrichtet.
Ihre Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikerin führten Jana bereits in viele europäische Länder. Zu den musikalischen Höhepunkten zählt ein gemeinsamer Auftritt mit dem Cellisten Prof. Jean-Guihen Queyras beim Festival Ravel.
Als Solistin trat sie mit verschiedenen Orchestern auf, u.a. mit dem Philharmonischen Orchester Budweis, dem Orchester des Reial Cercle Artístic Barcelona, dem Geringas Chamber Orchestra sowie der Bodensee Philharmonie Konstanz.
Gefördert wird Jana durch verschiedene Institutionen. Nach Stipendien des Badischen Konservatoriums sowie der Riemschneider Stiftung ist sie seit September 2022 Stipendiatin der Musikakademie Liechtenstein und nimmt dort regelmäßig an den Intensivwochen teil. Zudem ist sie seit September 2025 Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben. Im Juli 2026 wurde sie mit dem Irene Schulte-Hillen Gedächtnispreis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet.
Jana spielt ein Violoncello von Jean-Baptiste Vuillaume (Paris 1845), das sie als Leihgabe der der Deutschen Stiftung Musikleben erhalten hat.